Bezirksorganisation Waidhofen

  • Twitter icon
  • Facebook icon

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

16 Tage gegen Gewalt an Frauen
Gewalt an Frauen findet oft im Verborgenen statt. Die Angst um das eigene Leben oder um das der Kinder hindert viele Frauen daran Hilfe zu suchen. Unter dem Motto „Un-Sichtbar“ machen die SPÖ-Frauen im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt vom 25. November bis zum 10. Dezember auf dieses Unrecht aufmerksam. „Wir wollen betroffenen Frauen sagen: Ihr seid nicht allein!“, macht Landesfrauenvorsitzende LAbg. Elvira Schmidt auf die Aktion aufmerksam. Bei Straßenaktionen informieren die SPÖ-Frauen über Hilfseinrichtungen in ganz Österreich, wie Gewaltschutzzentren, Frauenhäuser und die Frauenhelpline 0800 222 555. Mit farbigen Schuhabdrücken weisen die SPÖ-Frauen auf die Zahl der Wegweisungen vor Ort hin. In Niederösterreich gab es 1428 Betretungsverbote (Österreichweit: 8.076) im Jahr 2018.

Gewaltschutz: SPÖ-Frauen fordern ein Soforthilfepaket von 4 Millionen Euro
 „Wir müssen alles tun, um Gewalt zu verhindern“, fordert Schmidt. Angesichts der dramatischen Zahl an Frauenmorden fordert die SPÖ ein Soforthilfepaket von 4 Millionen Euro und weitere finanzielle Mittel im Anschluss. Laut Kriminalstatistik wurden im vergangenen Jahr 41 Frauen ermordet. „Dabei handelte es sich in erster Linie um sogenannte ‚Beziehungstaten‘. Es braucht den Ausbau der Hilfseinrichtungen in ganz Österreich und mehr Mittel für Prävention und Aufklärung. Auch der Schutz der betroffenen Kinder muss verbessert werden“, so Elvira Schmidt.

Dialog mit ExpertInnen
Das von ÖVP und FPÖ überhastet vor der Wahl beschlossene und nur von ihnen so genannte „Gewaltschutzpaket“ wurde von ExpertInnen und von der SPÖ scharf kritisiert.

 „Wichtig ist der Dialog mit den ExpertInnen und mit den Frauen- und Opferschutzeinrichtungen. Sie wissen am besten, wo es Handlungsbedarf gibt“, ist Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl überzeugt.

Frauen stärken und Gewalt verhindern
Zur Prävention gehört auch die Aufklärung und Sensibilisierung von SchülerInnen für die Themen Kinderrechte, Gleichberechtigung und geschlechterspezifische Gewalt. Sie sollen lernen, wie sie sich für ihre eigenen Rechte einsetzen und sich in gewalttätigen Situationen schützen können. Auch sexualisierter Gewalt muss präventiv mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. So werden bei der sogenannten Loverboy – Methode Mädchen und junge Frauen zur Prostitution gezwungen. Meist sind „Loverboys“ Männer zwischen 18 und 30 Jahren, die Mädchen oder jungen Frauen Liebesbeziehungen vorspielen. Die Mädchen werden von FreundInnen und Familien isoliert und in die emotionale Abhängigkeit manipuliert, wobei sie hier oft ihre Liebe in Form von finanzieller Hilfe beweisen müssen. Dieses Geld müssen sie durch Prostitution verdienen. Gewalt, Drohungen und Drogen spielen hierbei häufig eine große Rolle.

„Ziehen wir beim Gewaltschutz alle an einem Strang, nur so können wir Gewalt verhindern“, sind sich Schmidt und Schnabl einig!

  • Frauen- und Gewaltschutzeinrichtungen müssen ausgebaut werden.
  • Es braucht mehr Geld für Prävention.
  • Anti-Gewalt-Trainings sollen für Täter etabliert werden. Auch der Schutz für betroffene Kinder muss ausgebaut werden.
  • Mehr finanzielle Mittel für den Opferschutz bei Gericht müssen zur Verfügung stehen.
  • Frauen haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und ein Einkommen, von dem sie leben können.